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Jun
19

Entspannung ist gesund!

In der heutigen Zeit muss alles schnell gehen, im Beruf arbeitet man oft mit harten Bandagen. Wer unter chronischem Stress leidet, gefährdet nicht nur seine Psyche. Auch körperliche Symptome wie Bluthochdruck können sich einstellen. Mit Entspannungsübungen wirkt man Stress bedingten Erkrankungen entgegen und reguliert sie.

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Keine Zeit für Entspannung

Herr Schmidt hetzt von einem Termin zum anderen, zwischendurch gibt es ein belegtes Brötchen oder eine Bratwurst im Vorbeigehen. Nach Feierabend direkt ins Fitnessstudio – frisch, jung und fit will er ja trotz der vielen Arbeit aussehen. Mit 70 km/h danach durch die Innenstadt brausen, um pünktlich zur Tagesschau zu hause zu sein. Die Aufregung über den Polizisten, der wegen Geschwindigkeitsüberschreitung das Portemonaie von Herrn Schmidt leert, ist schnell vergessen. Die Pizza wird noch schnell in den Ofen geschoben, um sie während des folgenden Action-Thrillers hastig zu essen. Um 22 Uhr schließlich fällt er ins Bett; an Schlaf ist vorerst aber nicht denken, die Gedanken kreisen um den vergangenen Tag und den bevorstehenden mit seinen vielen Aufgaben. Schnell, schnell, schneller – so sieht der Alltag vieler Menschen heutzutage aus. Für Entspannungsübungen ist hier keine Zeit, der Stress ist Normalität geworden.

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Frau Meier geht es eigentlich gut. Ein Leben wie Herr Schmidt es führt, hatte sie früher. Seit einem Herzinfarkt hat sie ihre Arbeitszeit gekürzt. Die regelmäßigen Kontrollen beim Kardiologen sind ermutigend, wenn da nicht immer noch der Blutdruck wäre, der leider nur mit Medikamenten unter Kontrolle zu halten ist. Beim letzten Termin hat ihr Arzt sie gefragt, ob sie privat Belastungen habe und autogenes Training vorgeschlagen. „Was soll denn der Kummer um meine Tochter mit dem Zustand meiner Blutgefäße zu tun haben?“, fragt sich Frau Meier. Wozu dann Entspannungsübungen?

Studien zeigen: Stress macht krank

Stress, Belastungen, Sorgen und vieles andere kann sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Verspannungen in Nacken und Rücken zeigen sich, Kopfschmerzen folgen. Auch die Blutgefäße haben eine dünne Muskelschicht; ist durch chronischen Stress der Muskeltonus erhöht, verengen sich die Gefäße, der Blutdruck steigt. Immer mehr Menschen erkranken an Stress, der sich auf unterschiedliche Arten manifestieren kann. Burn-Out-Syndrom, Depressionen, Schlaflosigkeit, Tinnitus – sind die Symptome im seelischen Bereich angesiedelt, werden sie schneller direkt mit Stress in Verbindung gebracht.

Das Forsa-Institut widmete einen Teil seiner Zeit im Jahr 2009 dem Thema Stress. Fast die Hälfte aller Befragten gaben beruflichen Zeitdruck als Ursache von Stress an. Fast gleichauf liegen Ärger und Streit mit der Familie, gefolgt von gesundheitlichen Sorgen sowie Hektik im Alltag. Nur 17 Prozent der Befragten einer weiteren Umfrage gaben an, nie gestresst zu sein.

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Wie Stress sich gesundheitlich auswirken kann, veröffentlichte das Wissenschaftliche Institut der AOK im Sommer 2010 mittels einer Studie, bei der fast 10 Millionen seiner erwerbstätigen Mitglieder zu Erkrankungen am Arbeitsplatz befragt wurden. Rückenbeschwerden sind demnach die Nummer eins; sie sind für 25 Prozent der Fehlzeiten verantwortlich. Schon an Platz vier liegen aber die psychischen Krankheiten; sie sind außerdem die häufigste Ursache für Arbeitnehmer, um die Frührente zu beantragen. Die heutige Arbeitswelt, in der alles schnell und perfekt sein muss, sei ein Grund für den Anstieg. Gleichzeitig redeten Arbeitnehmer eher mit Betriebsärzten über seelische Leiden, als dies früher üblich war.

Frauen leiden dabei besonders häufig unter Depressionen, Männer unter Muskel-Skelett-Erkrankungen und Verletzungen. Verletzungen scheinen vordergründig nichts mit Stress zu tun zu haben. Wer aber unter chronischer Belastung steht, kann sich nicht mehr so stark konzentrieren – und verletzt sich leichter.

Gesund durch Entspannungsübungen

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Doch warum ist Person A gestresst vom Job und Person B nicht? Und warum wird A im Folgenden krank und B nicht?

Kurz gesagt: Person A hat nicht gelernt, vernünftig mit Stress umzugehen. Sie kann nicht abschalten, nicht „Nein!“ sagen, wenn der Arbeitskollege noch einen Aktenordner auf den überfüllten Schreibtisch ablegt und gönnt sich keine Zeit der Entspannung: Die Arbeit ruft!

Doch mit Stress gut umzugehen, kann man lernen. Mit Hilfe verschiedener Entspannungsübungen entflieht man kurzzeitig der Hektik und den Sorgen des Alltags, schaltet ab. Der Körper kommt zur Ruhe. Wer solche Entspannungsübungen regelmäßig praktiziert, kann sich im Folgenden in hektischen Situationen schneller entspannen und nimmt den Stress vielleicht gar nicht mehr als solchen wahr. Die Einstellung zum Leben ändert sich; man sieht alles etwas gelassener.

Geht die Welt unter, wenn man der nörgeligen Nachbarin einmal nicht die Tür öffnet? Oder dem Arbeitskollegen höflich mitteilt, dass man erst seine eigenen Aufgaben erledigen muss, bevor man vielleicht noch zusätzliche Dinge übernehmen kann? Nein. Man muss nur lernen, mit solchen Situationen umzugehen.

Wer Entspannungsübungen in sein Leben integriert, merkt schneller, wenn der Stress-Pegel wieder einmal in Höhen ansteigt, die der Person nicht gut tun. Dieses merkt man, je nach Selbstwahrnehmung, bereits weit vor dem Zeitpunkt, an dem der Blutdruck wieder ansteigt, der Spannungskopfschmerz sich breit macht oder man den Kopf wegen einer verspannten Nackenmuskulatur kaum noch bewegen kann. Nun ist es Zeit, wieder einen Gang runter zu schalten.

Wer entspannt ist, lebt gesünder.

Alle aus dem Lübecker Raum sind in der glücklichen Lage die Praxis für Entspannungstherapien von Monika Prechel besuchen zu können. Angeboten werden dort Entspannung, Raucherentwöhnung, Gesprächstherapie, Meditation und Phobiebehandlung.

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